Zutat:Tiroler Bergkäse

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Tiroler Bergkäse
Tiroler Bergkäse
100 g Tiroler Bergkäse g.U enthalten:
Brennwert: 1658 kj / 396 kcal
Fett: keine Angabe
Kohlenhydrate: 0 g
Eiweiß: 27 g
Cholesterin: keine Angabe
Ballaststoffe: 0 g
Rezepte, die diese Zutat verwenden

g Der weltweit bekannte Tiroler Bergkäse g.U. wird seit den 1840er Jahren auf den Almen und in den Sennereien in Laibform hergestellt. Die Rinde des Käses weist eine geschmierte, angetrocknete Oberfläche und braungelbe bis ins braune gehende Färbung auf. Das Mindestgewicht der Laibe von Tiroler Bergkäse g.U. beträgt 12 kg. Der Käseteig ist schnittfest bis geschmeidig, mit einer elfenbeinfarbigen bis hellgelben Beschaffenheit, hat eine spärliche, gerade erbsengroße runde Lochung, ist matt bis glänzend und gleichmäßig verteilt. Der vorgeschriebene Zusammensetzung muss einen Mindestfestgehalt von 45 % F.i.T. sowie eine Mindesttrockenmasse von 60 % aufweisen. Der Höchstwassergehalt darf 40 % nicht überschreiten.

Geschmack

Tiroler Bergkäse g.U. ist in unterschiedlichen Reifungsstufen erhältlich. Der Geschmack ist bei jungem Käse mild aromatisch und dennoch leicht pikant, bei älterem Käse verstärkt sich die pikante Note.

Herstellung

Der Tiroler Bergkäse g.U. darf nur von Erzeugern, Verarbeitern sowie Landwirten im österreichischen Bundesland Tirol (Nordtirol als auch Osttirol) hergestellt werden. Der Käse wird aus Rohmilch von Kühen erzeugt, deren vorgeschriebene silofreie Fütterung zum größten Teil Grünfutter aber auch Heu, das ausschließlich von den K kräuterreichen Tiroler Almen und dem Bergland stammt, erfolgen muss. Die typische Tiroler Flora der alpinen Vegetation zeichnet sich für den typischen Geschmack des Käses verantwortlich. Es darf ausschließlich Kälbermagenlab und keine Labersatzstoffe oder gentechnisch produziertes Lab verwendet werden. Des Weiteren dürfen weder Antioxidantien, Konservierungsmittel, Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungs- und Geliermittel, Farbstoffe, Peroxide, Nitrate noch Aromen verwendet werden. Tiroler Bergkäse, der nach dieser Spezifikation produziert wird, gilt als geschützte Ursprungsbezeichnung (gU) gemäß EU Verordnung 1065/97 ABl. L 156/6/97.

Geschichte

Wie schon erwähnt, begann die Käseherstellung in den Fettkäsereien Tirols in den 1840er Jahren. Die Käsereien entwickelten sich auf Grund der großen Entfernung zu Städten wie Wien, Berlin, München, usw., die weit entfernt von Tiroler Tälern (Unterinntal, Zillertal, Achental) lagen. Durch das Käsen konte die Milch haltbar und die hygienische Sicherheit gewährt werden, womit dem Transport zu den Großstädten nichts mehr im Wege stand.

Siehe auch

nähere Informationen über die Vorschriften und Milchqualität unter

Informationen

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