Wein:Welcher Wein hat welche Trinktemperatur?
aus dem Rezepte-Wiki (rezeptewiki.org)
Um die Trinktemperatur von Wein ranken sich eine Menge Vorurteile. Zwar sollte auf jedem Weinetikett die optimale Trinktemperatur stehen, oftmals wird aber nicht darauf geschaut. Dabei geht die Tendenz dahin, dass Weißwein zu kalt und Rotwein zu warm getrunken wird.
Jeder Wein hat seine eigene optimale Trinktemperatur. Sie ist wie gesagt in der Regel dem Etikett zu entnehmen. Hat man kein Etikett oder die optimale Trinktemperatur ist dem Etikett nicht zu entnehmen, so kann man sich nach folgenden Faustformeln richten:
- Weißwein um die 10 °C
- Rosewein um die 10 °C
- Rotwein um die 18 °C
- Sekt um die 8 °C
Das sind natürlich nur relative Angaben. Leichte Weißweine können auch etwas kühler getrunken werden, kräftige Weißweine werden besser etwas wärmer getrunken. Ein beliebter Irrtum ist der Rotwein bei Zimmertemperatur. Das hieße 21 °C oder wärmer. Bei dieser Wärme überdeckt der Geschmack des Alkohols und des Glyzerins den des Weines, was äußerst schade ist. Auch bei Rotwein gilt als kleine Faustformel, dass leichte Rotweine kühler getrunken werden können, als schwere. Man spricht von um die 16 °C. Bei Roseweinen kann man analog der Weißweine verfahren.
Ein gutes Hilfsmittel, um sich an die Temperaturen der Weine gewöhnen zu können, ist das Weinthermometer. Man sollte es so lange häufig benutzen, bis man sicher ist, die Weintemperatur aus der Erfahrung richtig zu beurteilen.
[Bearbeiten] Frappieren
Hat der Wein, den man trinken will nicht die gewünschte Temperatur, so muss man ihn entweder aufwärmen oder abkühlen. In der Fachsprache nennt man das Frappieren, das ist das abkühlen des Weines und Chambrieren, das ist das aufwärmen des Weines.
Weiß man früh genug, welcher Wein getrunken werden soll, reicht für das Frappieren des Weines der Kühlschrank. Muss es schneller gehen hilft nur Eiswasser. Reines Eis leitet die Kälte lange nicht so gut wie Wasser. Also muss man dem Eis Wasser hinzugeben, damit die Kälte auch an die Flasche kommt. Noch etwas schneller geht es, wenn Salzwasser benutzt. Salzwasser kann noch mehr gekühlt werden als Süßwasser, die Kälte gelangt noch schneller an den Wein. Ohne Eis hilft nur noch das Eisfach oder die Tiefkühltruhe. Länger als eine Viertelstunde sollte man den Wein aber dort nicht aufbewahren.
[Bearbeiten] Chambrieren
Auch hier hilft die Methode mit Wasser. Nur nimmt man kein Eiswasser, sondern lauwarmes Wasser. Das Wasser leitet die Wärme gut an die Flasche und schon in wenigen Minuten bekommt der Wein die gewünschte Temperatur. Nach dem Frappieren oder Chambrieren eines Weins, sollte man die Flasche noch ein paar Minuten stehen lassen, dass die Flasche ihre Wärme oder Kälte auch an den Wein abgeben kann.

