Wein:Weinanbaugebiete in Italien
aus dem Rezepte-Wiki (rezeptewiki.org)
In den letzten dreißig Jahren hat sich der Weinanbau in Italien stark verändert. Bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts war der Weinanbau in Italien sehr von der Tradition geprägt. Reine Weinberge gab es selten. Man baute Wein zwischen Oliven- und Obstbäumen an. Heute sind die Weinberge Monokulturen, in denen die einzelnen Rebsorten getrennt voneinander angebaut werden. Bei der Lese werden die Rebsorten nicht mehr gemischt, sondern getrennt, also Sortenrein verarbeitet.
Auch die Weiterverarbeitung hat sich einiges in Richtung moderne Weinproduktion geändert. Die Weine gären heute unter ständiger Temperaturkontrolle. Es ist gar nicht so einfach in einem Land mit so heißen Sommern, denn Wein in Ruhe gären zu lassen.
Alle diese Umstände führten zu einem deutlichen Qualitätsanstieg des italienischen Weines seit den 70er Jahren. Begonnen hatte dieses Phänomen in der Toskana, breitete sich aber rasant aus.
Heute hat der italienische Wein einen hervorragenden Ruf, den er auch in den meisten Fällen erfüllt. Italienische Weine werden nicht mehr nur zu italienischen Gerichten serviert, sondern kommen auch in anderen Restaurants mit wachsendem Erfolg zu Einsatz.
Italien ist der größte Weinproduzent der Welt. Dabei wird ein großer Teil dieses Weinen in Massenproduktionen gewonnen. Der gehört natürlich nicht zu den eben angeführten hochklassigen Weinen, sondern man gewinnt einen einfachen Tafelwein, der in so großen Mengen zur Verfügung steht, dass man aus ihm sogar durch Destillieren Industriealkohol gewinnt. Die Anbaugebiete dieser Weine werden auch nicht auf dem Etikett zu finden sein. Sie werden in Süditalien angebaut, Apulien, Latium, Sizilien und Veneto sind diese Anbaugebiete.
Dem gegenüber stehen die Weine, die in Weinanbaugebieten hergestellt werden, in denen die Qualität der Weine auch überprüft wird und die dafür ein Gütesiegel dafür bekommen. Man kann diese Weine vergleichen mit dem Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) in Deutschland.
Diese Anbaugebiete setzen dem einfachen Tafelwein hochwertige Weine entgegen. Dazu hat man zwei Qualitätssiegel geschaffen: Den DOC-Wein und den DOCG-Wein. Diese werden unter festgelegten Bedingungen hergestellt, es gibt Mengenbegrenzungen. Der Winzer ist also gezwungen, auf Qualität zu achten.
[Bearbeiten] Weinanbaugebiete
- Aglianico del Vulture, Alto Adige, Barbaresco, Barbera, Barolo, Calabria, Campania, Carmignano, Chianti Classico, Chianti Rufina, Cirò, Franciacorta, Frascati, Friuli, Gattinara, Gavi, Ghemme, Montalcino, Montefalco, Montefiascone, Montepulciano, Morellino, Orvieto, Piemont, Puglia, Roero, Rosso Conero, Rosso Piceno, San Gimignano, Sardegna, Sicilia, Taurasi, Torgiano, Trentino, Valpolicella, Verdicchio,
- Die wichtigsten Rebsorten in Italien.
- Italienisches Weinrecht.
- Weinqualitäten in Italien:

