Wein:Riesling
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| Rezepte, die diesen Wein verwenden |
Der Riesling gilt als eine der edelsten Rebsorten überhaupt, seine Heimat ist Deutschland. Er gilt als Variation einer germanischen Weinrebe, die eventuell schon die alten Römer genutzt haben. Eine andere Theorie besagt, dass König Ludwig den Riesling vor ca. 1000 Jahren am Rhein anpflanzen ließ. Der meiste Riesling wird in Deutschland angebaut. Das Weinanbaugebiet Mosel ist dabei das bekannteste und beliebteste Anbaugebiet. Aber auch in Österreich, Frankreich und Luxemburg gibt es für den Riesling geeignete Lagen, wo er angebaut wird. Der Riesling kommt aber auch in den USA, Australien und Neuseeland immer mehr in Mode.
- 1435 in Rüsselsheim (D) Anbau nachgewiesen.
- Die Wachau reklamiert aufgrund einer urkundlichen Erwähnung eines Weingartens namens Ritzling den Sortenurprung für die eigene Region.
- In Österreich überwiegend in der Wachau (wo sie hervorragende Weine hervorbringt), Kamptal, Donauland.
Synonyme
- Rheinriesling
- Weißer Riesling
Charakteristik
Die Trauben des Rieslings reifen erst sehr spät. Daher ist es wichtig, dass sie in Lagen angebaut werden, die noch spät im Jahr viel Sonne haben und der Boden die Wärme gut speichert. Optimal sind also steinige Hanglagen.
Aus den Riesling-Trauben wurden unzählige weitere Rebsorten durch Kreuzung mit anderen Rebsorten gezüchtet. Kerner, Scheurebe, Müller-Thurgau, Bacchus um nur einige wichtige zu nennen.
Weine, die aus Riesling-Trauben hergestellt werden, können im Charakter sehr unterschiedlich sein, da sich die Lage und vor allem der Boden sehr auf den Geschmack der Trauben auswirkt. Siehe dazu unter Terroir. Neben dem Klima, der Sonneneinstrahlung und Bodenfeuchtigkeit, spielt auch die Bodenbeschaffenheit und die Topografie eine Rolle.
Riesling-Weine sind schon von der Farbe her recht unterschiedlich. Die Skala reicht von blassgelb über leicht grünlich bis zu goldgelb. Man sagt dem Riesling eine Menge von Fruchtaromen nach. Pfirsich, Grapefruit, Apfel, Zitrone, Limone und Passionsfrucht. Bei älteren Weinen macht setzt sich die Bodenbeschaffenheit bei den Aromen mehr durch. Weine aus guten Lagen werden wegen ihrer Mineralität geschätzt. Dabei haben sie einen relativ hohen Säureanteil.
Rieslingweine sind in der Regel trocken oder halbtrocken. Süße Rieslingweine werden entweder durch besondere Produktionsverfahren (etwa Eiswein oder Edelfäule) oder bei besonders guten Qualitäten durch Auslesen erzeugt. Solche Weine sind aber recht teuer.
Neben Wein wird aus den Riesling-Trauben auch Schaumwein hergestellt.
Höchste Ansprüche an Lage und Boden. Die duftigsten und rassigsten Weine entstehen auf Schiefer- und Urgesteinsverwitterungsböden. Spätreifend (Ernte Ende Oktober/November).