Wein:Weinanbaugebiet Epirus
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Das Weinanbaugebiet Epirus liegt im Nordwesten Griechenlands. Als Epirus wird nur der Wein bezeichnet, der auch in Griechenland hergestellt wird. Ein Teil des Gebietes liegt auch in Albanien. Dieser Wein wird jedoch nicht als Epirus bezeichnet. Die Weinanbauregion unterteilt sich in zwei Weinanbaubereiche:
- Metsovo: Dieses Weinanbaugebiet ist mit Höhen zwischen 900 und 1100 Metern das höchstgelegene Griechenlands. Trotz der Qualität seiner Weine weist es keinen Appellations-Status auf und ist nicht klassifiziert. Der Bereich wurde nach einer kleinen Gemeinde im Osten von Epirus benannt. Nach langer Zeit des Weinanbaus in der Region erlangte das Gebiet erst in den späten 1950er Jahren bei Weinkennern Beachtung. Es war der griechische Politiker Evangelos Averoff, der verschiedene Rotweinreben, insbesondere Cabernet Sauvignon anpflanzte und sie mit heimischen Sorten, vor allem mit Agiorgitiko verschnitt. Das Ergebnis waren dunkelfarbige, vollmundige, gut alternde und nicht allzu schwere Rotweine, bspw. der Katogi Averoff, der in guten Jahrgängen zu den besten Rotweinen Griechenlands gezählt werden kann. Außerdem experimentieren die Averoff-Kellereien mit verschiedenen Weißweinen.
- In Kleinbetrieben, die nicht über die hochmoderne Kellereitechnik verfügen, werden aus autochthonen Rebsorten meist weiße Landweine gekeltert, die, jung getrunken, durchaus ansprechende Qualität erreichen und häufig bei geringen Alkoholgraden intensive Fruchtaromen aufweisen.
- Im Jahr 2002 fusionierte das Weingut Katogi Averoff mit Strofilia, einem anderen Weingut aus Metsovo zur Katogi Strofilia.
- Zitsa: Im Nordwesten liegt dieses Weinanbaugebiet, das über einige Appellationen, die mit dem Herkunftssiegel OPAP (Onomasia Proelefseos Anoteras Piotitos) und OPE (Onomasia Proelefseos Eleghomeni) verfügt. Die Weinanbauflächen von Zitsa umfassen etwa 400 ha, die sich auf sechs Ortschaften nordwestlich von Ioannina verteilen und zwischen 600 und 700 Metern über dem Meeresspiegel auf kalkhaltigen, kargen Böden liegen. Hauptsächlich ist die Region mit der autochthonen Weißweinrebe Debina, zudem werden andere alte griechische Reben, wie die roten Bekari und Vlachiko gepflanzt. Die Debina-Rebe bedeckt eine Anbaufläche von 750 ha (7.500 Stremmata).
- Bekanntester Wein der Region ist ein trockener, ausgesprochen frischer und fruchtiger, sortenreiner Debina-Weißwein. Ein typischer Zitsa kann leicht moussieren und weist ein intensives Apfelaroma auf. Seltener wird der Zitsa halbtrocken ausgebaut. Ebenfalls bekannt ist die Region für roséfarbige Schaumweine, die aus der Debina und verschiedenen roten Reben gewonnen werden. Diese, regional sehr nachgefragten Produkte, sind jedoch nicht O.P.A.P. prädikatisiert.
- Nach dem Befall mit einer Pflanzenkrankheit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den 1960er Jahren wurden zusätzliche, höher gelegene Anbaugebiete erschlossen, die zuvor in Besitz von Klöstern auf dem Gemeindegebiet waren.
Die Weinanbauregion Epirus profitiert durch die sehr kalkhaltigen Böden und das, obwohl die klimatischen Bedingungen für griechische Verhältnisse recht rauh sind.