Kässpätzle mit Rotschmierkäse

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Kässpätzle mit Rotschmierkäse
Kässpätzle mit Rotschmierkäse
Rezeptmenge für: 4 Personen
Zeitbedarf: 90 Minuten mit Vorbereitung
Hinweise: Enthält Alkohol: nein Vegetarisch: ja
Schwierigkeitsgrad: mittel

"Kässpätzle", auch "Kässpatzen" oder "Käsesplätzle" und "Käsknöpfle" sind ein schwäbisches, besonders für das Allgäu typisches, sehr kalorienreiches Gericht und nicht zu verwechseln mit Käsnudeln. In den traditionell überwiegend katholischen Gegenden wird es gerne am Freitag gegessen (da fleischlos), kann aber selbstverständlich auch an jedem anderen Tag zubereitet und gegessen werden.

Erwähnenswert sind an dieser Stelle die weit verbreitetsten Irrtümer von Nichtschwaben:

  • Spätzla sind koine Nudla und umgekehrt! (Spätzle sind keine Nudeln und umgekehrt!)
  • Kässpätzle können nicht in einer Auflaufform zubereitet werden, weil dieselbe nicht über die notwendige Höhe verfügt, die erforderlich ist, um die notwendigen Schichtungen (Spätzle/Käse/Zwiebel) in ausreichender Form vorzunehmen.

[Bearbeiten] Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 5 Eier. Schwäbische Faustregel: "Immer 1 Ei mehr als Personen am Tisch sitzen!"
  • 250 g Butter oder Margarine
  • 250 g geriebenen Emmentaler oder Allgäuer Bergkäse Man kann gerne auch Greyerzer oder andere Käsesorten verwenden, die jedoch nicht(!) der Authentizität der schwäbisch/bayerischen Küche entsprechen!
  • 50 g Weißlacker, Romadour oder Limburger
  • 500 g (möglichst große) Zwiebeln
  • 1 Pr frisch geriebene Muskatnuss
  • frisch gemahlener, weißer oder schwarzer Pfeffer
  • Meersalz oder grobes Salz aus der Mühle

[Bearbeiten] Kochgeschirr

[Bearbeiten] Zubereitung

  • Als erstes den Käse reiben, sofern man ihn nicht schon gerieben gekauft hat. Wenn letzteres der Fall ist, den Käse aus der Verpackung nehmen und in eine extra Schüssel geben (damit sich der Käsegeschmack an der Luft besser entwickeln kann)
  • Die Zwiebeln schälen und in hauchdünne (so dünn wie möglich) Scheiben schneiden.
  • Das Mehl in eine Teigschüssel und darauf die aufgeschlagenen Eier geben. Dazu zwei Esslöffel Salz und eine Prise geriebene Muskatnuss.
  • Mit dem Handmixer (mit Knethaken) die Masse vermengen. (Empfehlung: Handmixer am Anfang auf niedrigste Stufe stellen (I), sonst fliegt einem das Mehl um die Ohren!) Wenn das Mehl sich noch nicht ganz mit den Eiern verbunden hat, soviel Wasser (keine Milch!!!) zuführen, dass der Teig eine zähflüssige Konsistenz bekommt. Jetzt kann man den Handmixer auf die höchste Stufe stellen und den Teig so lange kneten, bis er Blasen wirft und keine Klumpen mehr zu sehen sind.
  • Den Teig nach Möglichkeit etwas ruhen lassen (15–60 Minuten).
  • Dann etwa 3–4 Liter Wasser mit 2 EL Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen.
  • Währenddessen den Backofen vorheizen ( max. 100°) und die feuerfeste Schüssel hineinstellen.
  • Nun den Teig mit dem Teigschaber in den Spätzlehobel (Spätzlepresse) füllen und danach ins kochende Wasser hobeln/pressen. (Traditionell wird der Teig mit einem Schöpflöffel auf ein spezielles Spätzlebrett gegeben und mit dem Spätzlemesser ins Wasser geschabt)
  • Kurz aufkochen lassen und gelegentlich umrühren.
  • Wenn die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, kurz ziehen lassen, mit einem Schaumlöffel heraus heben und in die vorgewärmte Schüssel geben. Darauf achten, dass immer abwechselnd eine Lage Spätzle und eine Lage Käse in die Schüssel geschichtet wird. Nach jedem Schichtvorgang die Schüssel wieder in den Ofen stellen.
  • Danach oder auch schon währenddessen: Die Butter (Margarine) in die Pfanne geben und die Zwiebeln anbraten, bis sie eine leichte Bräune haben.
  • Abschließend die geschmelzten Zwiebeln darüber geben, mit Petersilie bestreuen und servieren.

[Bearbeiten] Beilagen

[Bearbeiten] Varianten

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