Frikadelle
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| Frikadelle | |
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| Rezeptmenge für: | 4–5 Personen |
| Zeitbedarf: | Semmeln einweichen: 30 Minuten + Zubereitung: 35 Minuten + Bratzeit: 15 Minuten |
| Hinweise: | |
| Schwierigkeitsgrad: | |
Die Frikadelle, regional auch Fleischküchle, Fleischpf(l)anzerl, Fleischlaberl, Klops oder Bulette genannt ist ein weit verbreitetes Rezept in der Alltagsküche des mitteleuropäischen Raums. Die Frikadelle stammt wohl von der holländischen Frikandel, einer länglichen mit Hackfleisch gefüllten Wurst die frittiert wird, ab. Das älteste Rezept für Frikadellen findet man in Maria Sophia Schellhammers Buch "Die wol unterwiesene Köchin" von 1697 in dem Bezug auf die Herkunft genommen wird. Damals wurde vornehmlich Kalbfleisch oder Ochsenmark verwendet, wogegen heute meistens gehacktes Rind- und Schweinefleisch zur Herstellung verwendet wird.
[Bearbeiten] Zutaten
- 600–700 g gemischtes Hackfleisch (halb Rinderhackfleisch und halb Schweinehackfleisch), Schweinehackfleisch, Lammhackfleisch, Rinderhackfleisch oder durchgemahlenes Putenschnitzelfleisch
- 1 altbackene Semmel oder 4 Scheiben entrindetes Toastbrot
- 0,2 l Vollmilch oder Schlagrahm
- 1 Ei
- 1 Zwiebel oder 2 Schalotten
- 1–2 TL scharfer Senf aus Dijon und/oder mittelscharfer Senf
- 1 EL Butter
- 2 EL Butterschmalz
- 1–2 TL fein gewiegte glatte Petersilie
- 1/3 TL getrockneter Majoran
- 1 Pr oder auch mehr edelsüßer Paprika und/oder Rosenpaprika
- frisch gemahlenes Meersalz, frisch gemahlener schwarzer oder weißer Pfeffer
[Bearbeiten] Kochgeschirr
- 1 Pfanne (vorzugsweise eine Gusseiserne. Keinesfalls eine beschichtete, da man angebratenen Fleischsaft schön abkratzen können muss.)
- 1 kleine Pfanne (um die Zwiebeln (und eventuell den Knoblauch) anzudünsten)
- 2 Schüsseln
- 1 Wiegemesser
- 1 Küchenwaage
- 1 Löffel
[Bearbeiten] Zubereitung
- Die Petersilie waschen, alles Unschöne aussortieren, durch Ausschlagen trocknen und fein wiegen.
- Die altbackene Semmel 30 min vor der Zubereitung dieses Rezepts in Milch oder Schlagrahm einweichen.
- Danach die Semmel oder das Toastbrot gut ausdrücken.
- Die Zwiebel (und eventuell Knoblauch) fein wiegen und in der Butter andünsten. Anschließend mit einem kleinen Schuss trockenen Weißwein ablöschen.
- Alle Zutaten dem Hackfleisch zugeben und vorsichtig vermengen.
- Die Frikadellen nicht zu groß formen und ca. 15 min in Butterschmalz vorsichtig braun braten.
[Bearbeiten] Tipps
- Sollte die Hackfleischmasse zu weich sein, Semmelbrösel zugeben.
- Das Fleisch selber durch einen Fleischwolf drehen (bessere Kontrolle und Frische des Fleisches gegeben).
- Durch Zugabe von Haferflocken werden die Frikadellen lockerer.
[Bearbeiten] Beilagen
- Salzkartoffeln
- Kartoffelsalat
- Teigwaren jeder Art
- Spätzle
- Gemüse aller Art
- Saucen aller Art
- Eisbergsalat, Feldsalat, gemischter Salat, Insalata Mista
[Bearbeiten] Varianten
- Der Hackfleischmasse durch den Fleischwolf gedrehten Räucherspeck zugeben.
- Gartenkräuter aller Art können zugefügt werden (Minze, frischen Majoran, ...).
- Knoblauch kann zugefügt werden.
- Die feinste Variante (belgisch): anstatt (1/2 Rinderhackfleisch und 1/2 Schweinehackfleisch), (1/2 Kalbshackfleisch und 1/2 Schweinehackfleisch) verwenden.
- Fein gewürfelten Schweinebauch zugeben. Macht das fertige Produkt saftiger.
- Frikadellen können auch auf dem Grill geröstet werden.
- Das Ei wird nicht benötigt, wenn das Hackfleisch lange genug geknetet wurde. Das Ei kann damit auch nicht den Geschmack verfälschen.
- Haferflocken anstatt der altbackenen Semmel machen die Frikadellen schön locker
- Eine orientalische Note erhält man durch Zugabe von gemahlenem Kreuzkümmel und/oder Koriander.
- Weitere leckere Frikadellen.


